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Gasometer vor Renovation

Der Gasometer in Schlieren / Zürich ist der letzte existierende teleskopierbare Nieder-
druckgasbehälter der Schweiz. Die Sanierung dieses technischen Kulturdenkmals ist
eine europaweite Pionierleistung.

Das 1897 erbaute Gaswerk Schlieren ist ein wichtiger industrie- und sozialhistorischer
Zeuge der Zürcher Stadtgeschichte.

Der Bau des Gaswerks steht in direktem Zusammenhang mit der Eingemeindung von
1893 sowie mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Zürich zur Zeit
des 'Fin de Siècle' bis zum ersten Weltkrieg.


Das von Stadtbaumeister Arnold Geiser zusammen mit dem späteren Gaswerkdirektor und Ingenieur Albert Weiss
geplante Werk und seine Gebäude bilden eine exemplarische Industrieanlage des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Die Verschränkung von funktionalen Anforderungen (Werkbau) mit architektonischer Gestaltung
(Repräsentationsbau) ist von ausgezeichneter Qualität. Durch die formale Gestaltung und die Ausbildung im
Stil des Historismus wird nicht zuletzt auch die Dynamik und wirtschaftliche Potenz dokumentiert, die der Stadt Zürich um die Jahrhundertwende eigen waren. Das Gaswerk ist deshalb ein einzigartiger Zeuge der Stadtentwicklung.

Einst das grösste Gaswerk der Schweiz, wurde die Anlage 1974 nach Einführung des Erdgases stillgelegt und
zum Teil umgenutzt. Im Herbst 2000 wurden drei der vier auf dem Werkgelände stehenden Gasometer abgebrochen, nachdem die Konstruktionen, die ursprünglich als Speicher für das aus Kohle gewonnene Gas dienten, zum Abbruch freigegeben waren.

Der letzte verbleibende Gasometer an der Bernstrasse – einer der beiden kleineren – ist integraler Bestandteil
des Gaswerks. Der Kessel ist noch weitgehend in originaler Substanz erhalten, inklusive Messvorrichtungen,
Behälterheizung und deren Armaturen.
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